Und dies zu Clausnitz et al. Ihr Hinterwäldler. Verarmt im Geist und im Gesicht. Gefletschte Zähne und Hass, der armselig an Euren Körpern runter tropft und sich in einer dreckigen Pfütze sammelt, in der ihr selber steht. Für offenkundige Dummheit gibt es keinen Pokal, den ihr euch in die Stammtischvitrine stellen könnt. Ihr könnt damit höchstens Euer minderwertiges Selbst einsalben und euch so fühlen, als sei das alles echt. Taubheit am ganzen Körper und im Gehirn, das tut euch gut. So spürt ihr immerhin nicht, dass ihr am falschesten Ende der Meinungsmöglichkeiten liegt. Weiter weg, als ihr euch jeden Flüchtling wünscht. Ihr kommt damit nicht weit. Ihr seid eine Schreckensmomentaufnahme. Ihr seid die Angst von Menschen, die schon dachten, sie hätten das Schlimmste überwunden. Eure Gewalt geht unter die Haut. Sie tut weh, länger als ein Schlag ins Gesicht. Und sie tut allen weh, für deren angebliches Wohl und verteidigungswerte Kultur ihr kämpft. Ihr kämpft ins Leere. Keiner will eure Kultur, niemand eure Werte übernehmen. Unsere Werte und Kultur leben wir lieber selber vor. Eure Rufe landen im Widerhall. Sie prallen auf Euch und Eure Leben zurück. Das Glück sucht sich einen anderen Ort. Eure Bildungslücke ist Euer Zuhause. Einsam und ihr alleine. Für euch habe ich keine Wünsche.

Und wenn Gutes passiert, dann soll man das erzählen. Unter die Leute bringen und weiter sagen. Denn das Gute wird bekanntlich mehr, wenn man es teilt. Rund um den Jahresbeginn und auch bis heute dominieren Nachrichten, die verschieden in den Köpfen ankommen, verschieden ausgelegt und auf die verschieden reagiert wird. Ob es uns passt oder nicht. Dieses Jahr haben wir noch viel vor uns. Und dafür können wir ein Polster guter Taten und Aktionen nur allzu gut gebrauchen.

Drum sei an dieser Stelle unsere Weihnachtsgeschenkeaktion „43 Gedankenkisten“ aus dem letzten Jahr noch einmal aufgegriffen. Wir suchten dafür wieder Menschen, die einer fremden, jungen Person an Weihnachten in Form einer Gedankenkiste eine Freude machen. Die Kisten beinhalten Geschenke und Aufmerksamkeiten und gute Gedanken für Kinder und Jugendliche. Diese jungen Menschen leben in einer Einrichtung aus verschiedenen Gründen und ohne ihre Eltern. Sie kommen aus Deutschland und aus Ecken der Welt, von denen es zu flüchten besser erscheint. Diese jungen Menschen umfassen die Altersspanne von 1,5 Jahren bis hin zu 20 Jahren. Alle diese tollen Leute, die ohne eigenes Verschulden in ihre Situation gerieten, wären am vergangenen Weihnachten leer ausgegangen. Sie hätten eine Weihnachtsfeier gehabt, die ihnen verdeutlicht, dass sie allein sind und ohne gute Gedanken versehen.

Zum grossen Glück meldeten sich für unsere Aktion so viele Menschen, dass Madame Datam und ich überwältigt waren von Beginn an. Es meldeten sich viele aus dem vorvergangenen Jahr aber auch eine Menge neuer Leute, die auch den Mut hatten, für einen fremden Menschen anonym ein Geschenk auszusuchen und es als Paket zu verschicken. Die Zusammenarbeit mit allen lief hervorragend: wir waren gerührt von den Worten, die an uns Organisatorinnen gerichtet wurden. Wir staunten über die bunten Pakete mit liebevollen Verzierungen und die grossartigen Geschenkideen, die darin enthalten waren. Und wir konnten tatsächlich alle 47 Gedankenkisten in der Einrichtung bei 2 Betreuerinnen abgeben. Deren Freude war so gross – sie bedankten sich immer wieder und erzählten, wie sehr sich die Kinder und Jugendlichen darüber freuen würden. So viele von ihnen wären von Zuhause weg, weil sie dort alles andere erwarte als Liebe und Aufmerksamkeit. Ein Mädchen freute sich zum Beispiel, dass ihre Mutter anrief, um zu fragen, ob sie an Weihnachten für 2 Stunden nach Hause kommen würde. Das Mädchen könne dann ja auf den Hund aufpassen, da sie selber eine Verabredung hätte.

Vor kurzem traf Madame Datam dann eine Mitarbeiterin der Einrichtung wieder und durfte erfahren, welch grosses Hurra Eure Gedankenkisten in den jungen Leuten auslösten. Zum Beispiel enthielten 2 Kisten jeweils ein Hufeisen der Pferde der Schenker – ein Volltreffer für die beiden strammen Teenager-Jungs, da in ihrer Heimat Iran das Hufeisen ebenfalls ein Zeichen des Glücks und der Hoffnung ist.

Ein anderer Jugendlicher bekam einen 1.FC-Köln-Schal geschenkt. Seitdem trägt er ihn. Und immer, wenn der Einrichtungsleiter (ein eingefleischter Bayer Leverkusen-Fan)  ihm begegnet, reisst der Junge den Schal hoch und jubelt laut.

Auch die Wörterbücher für die Flüchtlingskinder sind seit Weihnachten stark in Gebrauch und erleichtern das tägliche Miteinander ungemein.

Für einen Flüchtlingsjungen, der besonders gerne singt, waren Kopfhörer das Beste, was ihm an Weihnachten passieren konnte.

Die Gedankenkisten wurden zusammen mit den BetreuerInnen ausgepackt und hatten dadurch eine schöne, feierliche Atmosphäre. Das hätten Plätzchen und Musik alleine nicht hinbekommen. Wir möchten die Worte der Betreuerin, die sich ausdrücklichst bei allen bedanken möchte, an Euch weiter geben: „Die Aktion war ein voller Erfolg. Vielen Jugendlichen war klar, dass das ihr einziges Geschenk zu Weihnachten ist.“

Aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie, in der ich als Lehrerin arbeite, wenn ich nicht in Elternzeit bin, erreichte uns folgende Geschichte: bei Aufnahme eines jungen Mädchens aus der Einrichtung, das ohne seine Eltern aus ihrem Land fliehen musste, hatte sie alles Hab und Gut bei sich. Darunter war auch die liebevoll gestaltete Gedankenkiste, die sie nun bei ihrem Aufenthalt in der Psychiatrie begleitet.

Wir danken von Herzen allen Schenkerinnen und Schenkern, die sich Gedanken machten und diese auf die Reise schickten. Wir wissen, wie schwierig es ist, einem unbekannten Menschen ein Geschenk zu machen und dafür auch kein reales „Dankeschön“ zu bekommen. Wir wünschen Euch allen, dass ihr trotzdem spüren konntet, dass sich 47 junge Menschen an Weihnachten sehr freuen konnten, weil sie bedacht wurden. Weil sich um sie gute Gedanken gemacht wurden. Ihr seid toll!

Wir bedanken uns bei

@tschffler, @the_ketura, @sneetwitchen, @jutime, Britta Bartenbach, Sonja, Denise Pölchen @da_niesl, @wondergirl, Jörg Braun @bjoerngrau, Florian Blaschke @trotzdendorff, @un_ruheakt, Peter Breuer, Britta und Sebastian, Kathi, Nilz Bokelberg @nilzenburger, Karin, @mupfelia, Beate Kopp,Tobias Kuberski und Sina Thierack, @joriste, Daniela Starck-Dessau @loewchen, SIE und @schreyeisen, @ghostdog, Jennifer Kopf, Christoph, Siegfried Bogdanksi und Ida Bogdanski, Nina Windisch @ninawindisch, Carmen Meyer, @vonhorst, Pia Ziefle @piaziefle und noch bei vielen anderen, auch aus dem Familien- und Freundeskreis.

Wegen Euch endete das vergangene Jahr für viele Menschen mit einer schöner Erinnerung, weil durch Euch Gutes passierte.

Eure Madame Datam und Hilli Knixibix

 

 

Und wir suchen wieder. Wir sind wieder auf der Suche nach Menschen, die auch dieses Jahr an Weihnachten zu Packerinnen und Packern werden. Zu Schenkerinnen und Schenkern, zu Anteilnehmenden und Aufmerksamen, zu Freudespenderinnen und Freudespendern.

Im letzten Jahr starteten @MadameDatam und ich recht spontan die Idee der 43 Gedankenkisten. Gedankenkisten, die nichts anderes machen, als Jugendlichen, die mit der Gemeinsamkeit leben, ohne Eltern zu sein, an Weihnachten eine Freude zu machen. Diese Jugendlichen leben in einer Einrichtung. Sie kommen aus Deutschland und der Welt. Es leben dort Jungen und Mädchen, die nicht mehr zu Hause leben können, da ihre Eltern in ihrer Funktion ausfielen oder versagten. Und es leben dort Mädchen und Jungen, die fliehen mussten aus ihrer Heimat. Flüchtlingsjugendliche, die ohne Begleitung den schmerzvollen, weiten Weg gehen mussten in eine Zukunft, die sie vorher nicht kennen konnten.

Alle diese jungen Menschen sitzen am Weihnachtsabend gemeinsam in dieser Einrichtung und feiern das Fest. Geschenke sind dabei rar. Unsere Gedankenkisten sollen ihnen an diesem Abend und vielleicht darüber hinaus Freude schenken. Gute Gedanken in die Kiste gepackt und in Form von kleinen Aufmerksamkeiten dar gebracht erhellen die oft düsteren Gedanken und können Mut spenden. Den Mut, den sie unter anderem brauchen, um die Kraft aufzuwenden, ohne Eltern und in Betreuung durch das Jugendleben zu gehen.

Im letzten Jahr hat diese Aktion zu sehr grosser Anteilnahme geführt. Viele, viele Leute aus ganz Deutschland machten sich auf und packten eine Kiste in Form eines Paketes für einen Jugendlichen, von dem sie nur das Geschlecht, die Herkunft und das Alter wussten. Aus Datenschutzgründen haben wir keine Namen genannt. Das braucht es auch nicht. Denn diese 43 Gedankenkisten haben die Jugendlichen so sehr gefreut. Von der Einrichtungsleitung und von Mitarbeiterinnen erfuhren wir, dass jedes einzelne Paket dazu beitrug, den Weihnachtsabend ein Stückchen heller zu machen.

Auch in diesem Jahr suchen wir also wieder Menschen, die so eine Kiste voller guter Gedanken für einen Jugendlichen packen. Sie werden dann per Post an uns gesendet und dann persönlich kurz vor Weihnachten in der Einrichtung übergeben werden. Den Inhalt einer Kiste halten wir mit 15€ für angemessen. Wer Ideen oder Anregungen braucht, dem helfen wir gerne mit Tipps.

Bitte teilt unseren Wunsch, den Jugendlichen dieses Jahr wieder eine Freude zu bereiten – ob per Internet, Telefon oder Erzählungen. Wir freuen uns über alle, die uns dabei mit einer tollen Tat unterstützen!

Über die Emailadresse 43gedankenkisten@gmail.com könnt Ihr uns Eure Teilnahme mitteilen. Hierüber erfahrt Ihr dann auch Genaueres zu unserer Aktion, Anregungen sowie Antworten auf Eure Fragen.

Wir freuen uns auf Eure Mails und Euren Einsatz!

Eure MadamDatam und HilliKnixibix

Und während ich das hier schreibe, sitzt meine kleine Tochter neben mir. Sie spielt mit einem Greifring und brabbelt glücklich vor sich hin. Und während ich das hier schreibe, sitzen irgendwo in Deutschland Kinder in einer Klasse und lernen. Ein Mädchen, das eine Heimat hat, aber kein Zuhause. Das keine Eltern mehr hat, die sie beschützen können. Ein Junge, der mit Waffen Menschen erschoss, weil er das musste. Weil er ein Kindersoldat war. Vielleicht sitzt dort auch ein junges Mädchen, das geflohen ist, weil es einen Erwachsenen heiraten sollte und ein Verwandter seine Flucht in die Sicherheit organisierte und es alleine mit fremden Menschen und Nichts im Gepäck auf die Reise schickte. Da kann auch ein Kind in einer Klasse sitzen, das die dramatische Bootsfahrt durch das Mittelmeer überlebte. Seine Geschwister nicht.

In meiner Arbeit als Lehrerin auf der geschlossenen Station einer Psychiatrie für Kinder und Jugendliche sind mir diese jungen Menschen begegnet. Mit Narben am Körper und im Gesicht. Mit Narben auf ihrer Seele, die erst dann zum Vorschein kommen, wenn die Kraft nachlässt. Narben, die so weh tun, dass der freiwillige Tod die einzige Lösung scheint. Narben, die sie so weit weg von ihrer Heimat und vom Leben gebracht haben. So weit weg in ein sicheres Land. In unser Land.

Ich erlebe, wie sich mit vollem Einsatz um diese jungen Menschen und auch um Erwachsene mit ähnlicher Vergangenheit gekümmert wird. Institutionell, menschlich, bürokratisch, freundlich, zuversichtlich, aufrichtig, unterstützend, ehrenamtlich, deutlich, schützend, engagiert und fleissig. Viele Köpfe machen sich gute Gedanken um diese Kinder, viele Hände arbeiten unermüdlich, damit die Wunden auf den Seelen der geflohenen Menschen verheilen. So weit verheilen, dass sie weiter leben können. Dass sie die Kraft wieder erlangen, weiter zu machen. Ein Ziel zu verfolgen und mutig zu sein. Dass sie Hilfe annehmen können und gemeinsam mit den Unterstützern ein neues Zuhause schaffen. Es ist erstaunlich, wie sehr sich geflohene Kinder und Jugendliche auf das Neue einlassen können. Wie sie helfende Hände annehmen und mit ihnen gehen. Sich vertrauensvoll in die Zusammenarbeit begeben, obwohl sie die Sprache und oft auch die Kultur noch nicht verstehen. Wie sie mit Hingabe den Unterricht verfolgen und mühsam Vokabeln lernen. Wie sie uns damit in vielen Dingen Vorbild sein können, ohne es zu wissen. Wir sind auf ihrer Seite.

Lasst uns weiter daran arbeiten! Zeigen wir den Menschen mit Heimat aber ohne Zuhause, dass sie willkommen sind. Dass wir uns kümmern, dass wir alles dafür tun, sie in unserer Mitte zu haben und halten zu können. Empören wir uns weiter über rassistische Worte und Taten! Lasst uns an der Kasse nicht unbeteiligt bleiben, wenn wir einem Gespräch zuhören, das sich gegen geflohene Menschen richtet. Kramen wir unsere Courage wieder heraus, holen wir uns den Mut hervor, den all die Menschen aufgebracht haben, um unter Todesgefahr in unser Land zu kommen. Um sicher zu sein.

Und während ich das hier schreibe, passiert viel Gutes. Lasst uns darüber reden. Lasst uns darüber schreiben.

Ein Beitrag für #bloggerfuerfluechtlinge

Spenden und weitere Informationen: http://www.blogger-fuer-fluechtlinge.de/

„Kaisergeburt, nicht Kaiserschnitt.“ ist der Satz, den wir seit der Geburt unseres Kindes sehr häufig sagen. Und weil fast niemand diese Art der Geburt kennt und ich sie seit Erleben sehr wert schätze, sei in diesem Artikel kurz und knapp darauf eingegangen, wie es letztlich dazu kam.

Für werdende Eltern: dies ist kein Bericht über Schmerzen und Intensität und soll keine Angst vor der Geburt machen. Im Gegenteil. Kurz und wenig detailliert fasse ich zusammen, wie sich der Geburtsverlauf entgegen unserer Erwartungen und Wünsche  entwickelte und schließlich damit endete, dass wir sagten und auch heute noch meinen: „Das war eine schöne Geburt.“

Gestartet im Geburtshaus ohne Schmerzmittel und mit der einfühlsamen Unterstützung unserer Hebamme, war der Gebärmuttermund innerhalb von 7 Stunden auf 8 cm geöffnet. 3-4 Stunden davon sass ich in der Wanne und genoss es regelrecht, von Wasser und Wärme umgeben zu sein. Da sich leider das Köpfchen des Kindes nicht in das Becken fest stellte, empfahl uns die Hebamme nach insgesamt 8 Stunden, in die Klinik zu fahren, die wir im Vorhinein für diesen Fall fest gelegt hatten. Die Hebamme spritzte mir einen Wehenhemmer und gab mir Spray, das ich während der Fahrt durch den Schnee einatmen sollte. Und ich war in dieser Phase tatsächlich wehenfrei. Der Hebamme vertrauen und ihr Wort annehmen – das war in dieser Situation das Zielführendste.

In der Klinik angekommen gab es dann nach der Zeit des Kennenlernens eine PDA und ich war schmerzfrei. Leider setzte sich das Köpfchen immer noch nicht in die erforderliche Position und nach einiger Zeit und vollständig geöffnetem Muttermund bekamen wir in sensibler Ansprache die Diagnose „Geburtsstillstand“. Auf natürliche Weise gebären war damit ausgeschlossen und die Operation stand bevor. Wichtig hierbei ist, dass wir zusammen mit dem Arzt die Entscheidung trafen, die Geburt auf diesem Wege zu beenden.

Da wir in eine ausgesuchte Klinik verlegt worden waren, die ganzheitlich arbeitet und der Idee des Geburtshauses sehr nahe steht, wurde auf unseren Wunsch hin die „Kaisergeburt“ gemacht.

Sie unterscheidet sich in einigen Punkten vom Kaiserschnitt. Wichtig für uns war, dass wir die Geburt des Kindes sehen konnten. Hierfür wurde der Vorhang dann zum richtigen Zeitpunkt nieder gelegt und wir hatten freien Blick auf das eigentliche Geburtsgeschehen: die Entnahme des Kindes aus meinem Bauch heraus. Ohne dabei Blut und die offene Wunde zu sehen: dafür war der Bauch noch zu gross. Das Kind wurde vom Arzt langsam heraus geholt und sofort mit dem Blick zu uns gewendet: der erste Blick des Kindes ging somit zu uns, den frisch gebackenen Eltern. Vom Vater die Nabelschnur durchtrennt, wurde es mir sofort auf den Oberkörper gelegt und wir konnten zu Dritt die ersten Lebensminuten erleben, während das Ärzteteam seinen weiteren Aufgaben nachging. Wir bekamen davon nichts mit.

Das Kind war ohne Umweg sofort bei uns und blieb. Keine Hebamme, die es für eine Zeit von uns weg und zu Untersuchungen mitnahm. Wir wurden statt dessen zurück in den Kreisssaal verlegt und staunten über unser Wunder. Es war ein Erlebnis, das in seiner Tiefe und in seinem Glück nicht die richtigen Worte findet.

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass diese Art der Geburt (natürlich nach den vielen Vorteilen der spontanen Geburt) als richtig erwies: hier und hier kann man über die günstigen Bedingungen lesen und Mut schöpfen, dass wenn es mit der natürlichen Geburt aus verschiedenen Gründen nicht klappen sollte, diese Methode zum Glück führen kann.

Was ich aus unserem Geburtsverlauf mitgenommen habe: ich weiss nun, dass eine Geburt im Geburtshaus und ohne Schmerzmittel dank der Unterstützung der Hebamme und richtiger Atemtechniken machbar ist. Ich kenne, das Gefühl, wenn die PDA einsetzt und der Körper vor weiteren Wehenschmerzen verschont bleibt. Ich weiss, wie es sich anfühlt, wenn der Chefarzt die Diagnose „Geburtsstillstand“ übermittelt und ich habe erlebt, wie eine Kaisergeburt ist. Das alles ist machbar und mit der richtigen Begleitung ein Prozess, der am Ende noch stärker macht.

Ich habe durch diese besonderen Stunden keinen Schrecken davon getragen. Zu jedem Zeitpunkt fühlte ich mich sehr gut betreut und war imstande und wurde gefordert, Entscheidungen mit zu treffen. Das Ganze macht es mir leichter, den ungeplanten Weg bis hin zur Ankunft unseres Kindes zu gehen. Mit meinem Partner das Gefühl zu haben, selbstbestimmt durch diese Phasen gegangen zu sein, ergänzt das Gefühl: „Es war eine schöne Geburt.“

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